Standortbestimmung - wie packe ich das an?

Nach einigen Jahren im selben Job, können Zweifel aufkommen: ist das noch das Richtige für mich? War es das jetzt? Bin ich zu alt, etwas ganz Neues zu wagen? Was kann ich und wo werden diese Fähigkeiten gebraucht?

Wenn solche und ähnliche Fragen beschäftigen, ist es Zeit für eine Standortbestimmung. Nachstehend beschreibe ich, wie diese ablaufen kann.


Ablauf einer Standortbestimmung

 

1. Woher komme ich

In dieser Phase geht es darum, den bisherigen Lebensweg Revue passieren zu lassen. Welche Erfahrungen habe ich bereits gemacht? Wann und warum war ich besonders erfolgreich? Wo gab es Krisen und wie bin ich aus diesen herausgekommen? Welche Tätigkeiten haben mir besonders Freude gemacht und warum? Was habe ich schon alles gelernt?

 

2. Was kann ich

Im zweiten Schritt geht es darum, die eigenen Fähigkeiten, Stärken und Potenziale zu ergründen und niederzuschreiben. Dabei helfen folgende Fragestellungen: Welche Fähigkeiten habe ich im Laufe meines Lebens erworben (siehe 1.)? Was hat mich schon als Kind begeistert? Was motiviert mich, morgens aufzustehen? Was sind meine wichtigsten Werte? Was sind meine Interessen?

Dabei können Persönlichkeitsinstrumente und -fragebogen wie z.B. Clifton Strength, NEO-PRI usw. unterstützend sein. Auch alternative Instrumente wie Human Design können hier neue Blickrichtungen auf die eigenen Stärken geben. 

 

3. Was wünsche ich mir

Im nächsten Schritt sollen Ideen entstehen, was die Zukunft noch bringen könnte. Dabei helfen Fragen wie: Was sind meine Träume? Welche habe ich mir schon erfüllt? Wie sieht ein perfekter Tag in meiner Zukunft aus? Womit will ich arbeiten? Mit wem will ich arbeiten? Wie sieht die Umgebung aus? und so weiter...

Dabei helfen Visualisierungen, Traumreisen und ähnliches.

 

4. Wohin will ich

Aus den bisher gesammelten Informationen ist nun meist ein bunter Strauss an Möglichkeiten und Wünschen zusammengekommen. Was davon kann in ein realistisches Ziel verpackt werden?

Wichtig ist, dass das Ziel positiv formuliert wird (was erreicht werden soll, nicht was verhindert werden soll). Das Ziel muss aus eigener Kraft erreichbar sein sowie attraktiv und motivierend. Es lohnt sich, auch über allfällige (negative) Konsequenzen einer erfolgreichen Zielerreichung nachzudenken.

 

5. Will ich wirklich? und dann: wie packe ich es an

Nun kommt der entscheidende Schritt: will ich dieses Ziel wirklich anpacken?

Wenn ja, geht es nun um die Definition von Etappenzielen und ersten kleinen Schritten in die gewünschte Richtung. Wer oder was kann unterstützen? Welche eigenen Ressourcen habe ich? Was kann ich in welcher Zeit erledigen?


Standortbestimmung ist ein Prozess

  

Diese fünf Schritte können nicht alle auf einmal durchgearbeitet werden. In der Regel ist das ein Prozess, der sich über mehrere Wochen hinweg zieht. Es lohnt sich jedoch, diese Zeit zu investieren! Die daraus gewonnene Klarheit ist motivierend und hilft, das Leben wieder positiver zu sehen.

 

Erfahrungsgemäss kann es schwierig sein, den nötigen Durchhaltewillen zu haben, alle Schritte mit sich selbst durchzugehen. In solchen Fällen begleite ich den Prozess im Rahmen eines Coachings gerne. Ich helfe dabei, den roten Faden nicht zu verlieren und die einzelnen Schritte erfolgreich zu durchgehen. Auch die Teilnahme an einem meiner Standortbestimmungs-Seminare kann hilfreich sein. 




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